Für die Menschen in Bayern besitzen die Wirthäuser seit jeher einen hohen Stellenwert, gelten sie doch bis heute als Orte des nachbarschaftlichen Miteinanders, der Unterhaltung, Gastfreundschaft und Geborgenheit. Kaum eine andere Einrichtung verkörpert den Begriff "dahoam" besser, als ein traditioneller bairischer Gasthof. Im Bestreben nach mehr Authentizität in unserem gastronomischen Betrieb gaben wir dem Wirtshaus seinen alten, fast in Vergessenheit geratenen Namen "Zum Schwarzen Adler"wieder. En Gasthaus in Pfakofen wird erstmals 1417 erwähnt. Es handelt sich um jenen "der Alten Kapelle gehörenen Amtshof zu Pfafchofen" für den eine Urkunde vom 24. November 1417 einen gewissen "Perchthold" verzeichnet, der auf diesem Hof "Amann" gewesen ist. Begründete Spekulation bleibt, ob es in Pfakofen, das 1185 erstmals urkundlich erwähnt ist, schon früher einen Gasthof gab. In der von Papst Lucius III. unterzeichneten Urkunde von 1185 wird jedenfalls unter anderem die Kirche von Pafkofen "cum appendicis suis" (d.h. mit allem was dazu gehört) als der Alten Kapelle in Regensburg zugehörig aufgelistet. Gehört  zu "Cum appendicis suis" bereits der um 1417 im Besitz der Alten Kapelle befindlich erwähnte Gasthof? Die Lage des Ortes and der bis heute im Volksmund "Ochsenstraße "genannten römischen Verbindungsstraße zwischen den Lagern Eining (Abusina) und Straubing (Sorviodurum), an der späteren  Viehtreckroute vom östlichen Donauraum zum Rindermarkt nach Nürnberg, lässt das in Erwägung ziehen. Zumindest wurde in den nahen Hängen die heute noch so genannaten "Weinberges" tatsächlich Wein angebaut. Mindestens zwei große Landgüter "Villae rusticae", sind auf dem Gebie des heutigen Ortsteils Rogging nachgewiesen. Ein Zeitsprung führt zu den Wirren des 30 - jährigen Krieges, unter denen auch Pfakfoen arg zu leiden hatte. In den Jahren 1633 und 1634 zog Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar, Gustaf Adolfs Nachfolger als Befehlshaber der schwedisch- protestantischen Truppen, marodierend auch durch die Gegend de Laabertales. Grund, auf ein Wirtshaus in Pfakofen zu schließen, gibt erst wieder die im Auftrag des Bayerischen Kurfürsten von Michael Wenig verfasste Bestandaufnahme des ganzen Kurfürstentums Bayern. In der historico topographica descriptio 4. Tei " Das Rentamt Straubing" aus dem Jahr 1726 ist für Pfakofen vermerkt: "Allhier wird die heiligste Mutter Gottes verehrt worbey vil ihre Hülff auch finden.". Etwas weiter heißt es: "Pfackhofen macht schätzbar ein von empfangenen Wolthaten bekandte Mutter Gottes Bildnuß und die dahing angkommenden Wallfahrer." Es ist kaum vorstellbar, dass für die "ankommenden Wallfahrer" der Pfakoferer Marienwallfahrt eine entsprechende Gastronomie in unmittelbarer Nähe der Kirche fehlte, auch wenn diese Bauernwallfahrt -durch die Nähe der Wallfahrtskirche Maria Schnee in Aufhausen - in den Hintergrund rückte. Besitzer des Amtshofes ausgehed vom Häuser- und Rustikalsteuerkataster von etwa 1808/1810 für Pfakofen Wirth und ehem. Amtshof, jetzt Röhrl 1810 Wolfgang Littich, 1/16 Gütl u. Grund, St. 8, 17, 4 Kaö. 975 fl.; Anton Stiegler; Bis 1917 im Besitz der Familie Stiegler An der Außenmauer der dem Wirthaus gegenüber liegenden Parrkirche St. Georg ist die Grabplatte der alten Stiegler'schen Familien-Grabstätte angebracht.

Schwarzer Adler

Durch Tausch ging der Besitz am 20. November 1917 in das Eigentum von Mathias und Anna Hierl, geborene Graß, den Urgroßeltern des jetzigen Besitzers, über, die am 22. Januar 1924 an Sohn Josef Hierl mit Ehefrau Anna. geborene Limmer, übergaben. Die Tafernwirtschaft trug den Namen "Zum schwarzen Adler" wie eine alte Aufnahme zeigt. Acht Kinder wurden geboren und wuchsen wohlbehütet auf. Sie erzählen heute noch von früher und von ihrer Mitarbeit in Landwirtschaft  und Gasthof. Im Jahre 1965 wurde der Besitz an Hildegard Röhrl, der zweit jüngsten Tochter übergeben. Sie hatte sich zur perfekten Köchin ausgebildet und im Dienste der Herrschaft Thurn und Taxis umfangreich Kenntnisse erworben. Sie stand insbesondere mit der Bewirtschaftung und auch der Landwirtschaft vor einer großen Herausforderung. In Anton Röhrl aus Pinkofen fand sie einen tüchtigen und mit der Scholle verbundenen liebevollen Bräutigam, den sie 1965 heiratete. Gemeinsam bewirtschafteten sie Tafernwirtschaft und Landwirtschaft mit Viehhaltung und erzogen die Kinder Wolfgang, Brigitte, Hilde und Anton mit viel Liebe und Verständnis. Im Jahre 1973 wurde die Tafernwirtschaft abgerissen und ein völlig neuer  Gasthof an selbiger Stelle  gebaut. Ein großer Saal kam hinzu, und die Arbeit wurde mit viel Freude und Ausdauer bewältigt.
Quellen: Chronik Pfakofen (Dr. Benedikt Hammer und Dr. Georg Mohr Ortsheimatpfleger)
Quelle: Stefan Mohr M.A.

Der Gasthof

Zur Freude der Eltern erlernte Sohn Anton in dem renomierten Hotel Held in Irl den Beruf Koch, schloss seine Ausbildung hervorragend ab. Er wurde mit dem REWE-WIBU Wanderpokal und dem Ratisbona-Spieß ausgezeichnet. Nach dem sehr guten Abschluss der Meisterprüfung 1996 erhielt er den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung. Der Meisterkoch kam wieder in sein Elternhaus zurück, nachdem er umfassende Erfahrung in großen Häusern, so bei Gourmetkoch Winkler in Aschau, Sternekoch Franz Feckl, Historisches Eck in Regensburg, Hotel Bernlochner in Landshut gesammelt hatte.  Er wollte sein Können und seine Ideen in seinem Heimatort umsetzen. Im Jahr 1997 kehrte er nach Hause zurück und begann sich mit dem neu erbauten Hochzeitssaal einen weit über Pfakofen hinaus bekannten Namen zu machen. In Claudia Stadler fand er eine tüchtige Mitstreiterin und am 14. August 2004 wurde das junge Paar in der Pfarrkirche Pfakofen von Domvikar Robert Hüttner getraut. Gemeinsam renovierten sie im Jahr 2007  mit viel Liebe zum Detail ihren "Gasthof Röhrl". Seither trägt er wieder den Namen "Schwarzer Adler".


Chronik

 
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©2017 Gasthof Röhrl "Zum Schwarzen Adler"